Lange Zeit wurde die WRT-Serie von Linksys mit Linux als Betriebssystem ausgeliefert. Das bescherte dieser Geräteserie eine fast beispiellose Erfolgsgeschichte. Nicht zuletzt wegen der vielen frei verfügbaren alternativen Firmwares mit erweiterter Funktionalität. Über 7 Hardwaregenerationen hinweg blieb Linksys dem Betriebssystem Linux treu. Doch dann wurde alles anders.
Mit dem WRT54G 5.0 wurde erstmals eine WRT-Serie aufgelegt die mit einem anderen Betriebssystem arbeitet: VxWorks. Der große Vorteil dieses Betriebssystems ist die Tatsache, daß es nur wenig Speicherplatz auf dem Flash belegt. Dadurch konnte Linksys kleinere Flash-Bausteine einsetzen und damit die Produktionskosten senken. Darin unterscheidet sich nun der WRT54G 5.0 grundlegend von seinen Vorgängern. Er verfügt nur noch über 2 statt bisher 4 MB Flash-Kapazität. Das ist leider für die gängigen Alternativ-Firmwares zu wenig. Dadurch schien der WRT54G 5.0 zunächst komplett aus dem Rennen was die Linux-Fähigkeit betrifft.
Findige Firmware-Programmierer (namentlich "Brainslayer" vom Projekt DD-WRT) ließ das keine Ruhe. Es entstand ein besonders platzsparendes Firmware-Image auf Basis von Linux ("Mini-Build"). Zwar fehlen dieser Firmware einige Funktionen welche einfach zu viel Platz im Image belegt hätten. Doch prinzipiell schin das größte Problem - der mangelnde Platz im Flash - damit zunächst beseitigt.
Doch es gibt ein weiteres Problem: Das eigentliche Betriebssystem des WRT54G 5.0 (VxWorks) benötigt keinen Bootloader wie ihn Linux verwendet. Dadurch kann man das Linux-Mini-Build nicht mit der Firmware-Update-Funktion im Webinterface einspielen. Die Linux-Firmware würde schlicht den Start verweigern. Aus diesem Grund muss dem WRT54G 5.0 ein Linux-kompatibler Bootloader "implantiert" werden. Der einzige Weg dies zu tun ist das Gerät zu öffnen und den Linux-Bootloader mit dem JTAG-Interface einzuspielen.
Durch das Öffnen des Gerätes erlischt jeglicher Gewährleistungs-
und Garantieanspruch.
Der Umbau sollte nur vorgenommen werden wenn man Linux als Firmware wirklich
benötigt, mit dem Einbau und der Verwendung des JTAG-Interface vertraut ist
und der Verlust der Garantie und Gewährleistung vertretbar ist.
Dadurch wird offensichtlich, daß man nicht einfach per Firmware-Update zwischen der originalen VxWorks-Firmware und einer Linux-Firmware wechseln kann. Auch von Linux zurück auf VxWorks ist so nicht möglich.
Nachdem das JTAG-Interface entsprechend der Anleitung eingebaut und in Betrieb genommen wurde kann man mit der Umrüstung des WRT54G 5.0 auf Linux beginnen. Dazu geht man folgendermaßen vor:
C:\Dokumente und Einstellungen\Skynet>cd\SKYNET\WRTJTAG (Enter)
C:\SKYNET\WRTJTAG>wrt54g -backup:wholeflash (Enter)
C:\SKYNET\WRTJTAG>wrt54g -erase:wholeflash (Enter)
C:\SKYNET\WRTJTAG>wrt54g -flash:cfe (Enter)
C:\Dokumente und Einstellungen\Skynet>ping 192.168.1.245
-t (Enter)
Zeitüberschreitung der Anforderung.
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Zeitüberschreitung der Anforderung.
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Antwort von 192.168.1.245: Bytes=32 Zeit=5ms TTL=60
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