Letzte Aktualisierung: 31. Dezember 2011 | 1117411 | Anbieterkennzeichnung
Zur Startseite gehen

Die Netzwerkebene

Der DSL-Anschluß und dessen Netzwerkanbindung

Grundsätzlich sollte man immer den schnellstmöglichen verfügbaren und finanziell bezahlbaren Internetzugang wählen. Weiß man jedoch, daß die Richtstrecke vom DSL-Anschluß zum zu versorgenden Ort eine begrenzte Bandbreite hat, sollte man die Hälfte der maximal verfügbaren WLAN-Bandbreite beim DSL wählen. Erreicht die Richtstrecke maximal 6 MBit/s brutto, so sollte man maximal ein DSL-3000 wählen, bei 12 MBit/s auf dem WLAN entsprechend DSL-6000 usw.

Zunächst "sprechen" DSL und WLAN zwei vollkommen verschiedene "Sprachen". Natürlich sind hier die Netzwerkprotokolle gemeint. Beim DSL herrscht überwiegend das PPPoE-Protokoll vor. In sehr seltenen Fällen auch PPTP. Im WLAN und den kabelgebundenen Intranets herrscht das TCP/IP Protokoll vor. Das bedeutet daß bereits vor der Richtfunkstrecke eine "Übersetzung" vom PPPoE-Protokoll in das TCP/IP-Protokoll erfolgen muss.

Zunächst muß man wissen, wie DSL überhaupt funktioniert. Als Erstes wäre da die Telefonleitung (Analog oder ISDN). Diese fungiert als ein Mehrfrequenzleiter. Die Sprachtelefonie und ISDN werden auf einem niedrigen Frequenzband (Schmalband) übertragen. Das DSL wird ein einem zweiten, höheren und breiteren Frequenzband übertragen (Breitband).

Gleich nach der üblichen Telefondose wird ein sogenannter DSL-Splitter eingesetzt. Dieser trennt die beiden Frequenzbereiche voneinander. Als nächstes folgt das DSL-Modem. Dieses Gerät arbeitet ähnlich den früheren analogen Modems und wandelt die DSL-Hochfrequenzsignale in digitale Signale um. Das was aus diesem Modem "herauskommt" ist dann das eigentliche PPPoE-Protokoll.

Als "Übersetzer" dient ein sogenannter DSL-Router. Dieses Gerät kennt zwei Anschlüsse: Den für die "große weite Welt", also das Internet mit in diesem Fall dem PPPoE-Protokoll und den Anschluß für das Intranet in dem das TCP/IP-Protokoll verwendet wird. Bei einigen WLAN-Accesspoints ist der DSL-Router bereits integriert. In dem Fall entfällt das als eigenständiges Gerät. Man muss dann die Funk-Seite als Intranet- Anschluß betrachten.

Der DSL-Router bekommt die Zugangsdaten des DSL-Zugangsproviders. Also z.B. T-Online, AOL, Arcor um nur einige zu nennen. Hier kann man praktisch beliebig auswählen. Rein technisch zumindest. Einige Zugangsprovider schließen eine derartige Nutzung Ihrer Dienste per Vertrag (AGB) aus. Hier sollte man vor Vertragsabschluß entsprechend nachlesen und/oder nachfragen. Der DSL-Router managed allein den Aufbau einer DSL-Verbindung. Entweder nach Bedarf, also wenn Daten zur Übertragung ins Internet anstehen oder permanent im Fall einer Flatrate.


Dem Intranet stellt der DSL-Router ein sogenanntes "Gateway" zur Verfügung. Dabei handelt es sich um zwei IP-Adressen, die dem Intranet als "Tor zum Internet" dienen. Sämtlicher Datenverkehr von und zum Internet wird über diese IP-Adressen geleitet. Eine der beiden IP-Adressen befindet sich rein technisch gesehen "im Internet", die andere "im Intranet". Das Gateway bildet die technische Brücke zwischen diesen beiden "Welten". Alle Rechner die an das Internet angeschlossen sind, sehen nur die internetseitige IP-Adresse des Gateway. Alle im Intranet angeschlossenen Rechner sehen nur die intranetseitige IP-Adresse.

Sobald der DSL-Anschluß installiert ist, dem Router die Zugangsdaten bekannt sind und die Verbindung zu dem ersten Accesspoint der Richtfunkstrecke hergestellt ist, ist der DSL-Router betriebsbereit.

 
Web www.wlan-skynet.de